Was ist das ?

Addis und Jonas hatten sich für den nachmittag verabredet. Treffen wollten sie sich an einem für beide nahegelegenen Spielplatz und dort überlegen, was man tun könnte.

Jonas wartete nun schon eine halbe Stunde, langsam wurde er sehr ungeduldig. Endlich kam Addis angelaufen. Völlig außer Atem begrüßte er den Freund mit einem Handschlag.

"Mensch, Addis, wo bleibst du denn. Ich warte schon eine halbe Stunde auf dich!" sagte Jonas mit leicht saurem Unterton in der Stimme.

"Jonas, du wirst es nicht glauben", schnaufte Addis. "Was mir passiert ist. In der U-Bahn saß ich neben einem älteren Mann, und ich überlegte gerade, ob er wohl auch aus Äthiopien käme, als er mich in unserer Landessprache Amharisch ansprach. Weißt Du, in Äthiopien werden ca. 72 Sprachen gesprochen, die ganz unterschiedlich sind. Amharisch ist die Landessprache, die sprechen die meisten Leute."

"Ja, ja. Ist ja schön und gut, aber was hat der Mann gesagt?" wollte Jonas nun endlich wissen.

"Er hat mir dieses kleine Kästchen in die Hände gedrückt und gesagt, darin würde ein Schatz liegen." Addis hielt ein buntes Strohkästchen vor Jonas erstaunte Augen.

"Na, und was hat er noch gesagt? Und was ist in dem Kästchen drin? Und wer ist der Mann überhaupt?" Jonas wurde langsam aufgeregt.

"Hey, ich weiß nicht, wer der Mann ist. Er hat mir das in die Hand gedrückt, und ist die nächste Station sofort ausgestiegen. Ich wollte hinterher, aber da war er auf einmal verschwunden, ich habe ihn nicht mehr gesehen. Deshalb bin ich doch auch zu spät gekommen. Tut mir leid."

"Ist in Ordnung. Aber nun mach mal das Kästchen auf und schau, was drinnen ist!" Jonas war sehr neugierig. So eine sonderbare Geschichte, die ihm sein Freund da erzählte. Addis öffnete den Deckel, die vier Kinderaugen wurden größer und größer. Drinnen lag ein Stück Papier. Addis und Jonas waren enttäuscht. "Da hat dich der alte Mann aber ganz schön angeschmiert", meinte Jonas. "Was steht denn da drauf?"

So geht`s weiter:

Wie geht es weiter? Schaun wir mal schnell nach!

 

©  by Sandra Ebermann; 2000-2002

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