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Addis Alem betrat den
Klassenraum, und ungefähr fünfundzwanzig Augenpaare starrten ihn an. Sein Herz
klopfte ihm bis zum Hals, und er hatte das Gefühl, daß das Klopfen im
Klassenraum laut erschallte, und alle Kinder es hören mußten.
"Addis Alem",
sagte die Klassenlehrerin Frau Hannes. "Setz dich dort hinten neben Jonas.
Du kannst dich in der Pause mit den anderen Kindern bekannt machen. Und jetzt
noch was Organisatorisches..."
Addis ging zu dem ihm
zugewiesenen Platz. Hey, den Jungen kannte er doch.
"Hallo, ich heiße
Addis."
"Ich heiße Jonas.
Herzlich willkommen."
"Sag mal, kennen
wir uns nicht?" fragte Addis. "Ja", antwortete Jonas und zog
einen kleinen Knopf aus seiner Tasche - Addis Augen strahlten - sein
Lieblingsknopf.
Die Schulstunde war
bald zu Ende. Und da es der erste Tag nach den Ferien war, mußten sie auch nur
drei Stunden ertragen, bis sie das Gebäude verlassen durften. Sie packten ihre
Sachen zusammen und machten sich auf.
"Kannst du Gogo
spielen?" fragte Jonas.
"Was ist
das?" fragte Addis.
Jonas erklärte ihm das
murmelähnliche Spiel, und Addis bemerkte: "Hey, das kenne ich auch. In
Äthiopien sagt man dazu Beye und es wird mit Knöpfen oder kleinen Steinen
gespielt. Und dieser Knopf war mein Lieblingsknopf, mit dem ich schon viel
gewonnen habe."
Und dann quatschten die beiden den ganzen
Heimweg darüber, wie man am besten werfen muß, um am Ende beim Beye-Spiel,
auch Murmel- oder Gogospiel genannt, zu gewinnen. So
geht`s weiter:

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