Addis und Jonas lernen sich kennen

Das Flugzeug landete, und Addis konnte seinen Mund vor lauter Staunen nicht mehr schließen. War er auf dem Mars gelandet? Sicher, er hatte schon oft gehört und auch im Fernsehen gesehen, dass in Europa und Nordamerika vieles anders war. Große Häuser, tolle Autos, und jeder hatte viel Geld - aber allein der Flughafen war atemberaubend, so viele Lichter, so viele Flugzeuge auf einmal. 

"Addis Aaaaaaaleeeeeem! Aaaaaaddiiiiis!" rief sein Onkel und winkte wie ein Verrückter. Endlich, nach acht Stunden umringt von fremden Gesichtern, ein bekanntes, und einige Minuten später als sie seinen Koffer abgeholt hatten, waren Addis und sein Onkel schon auf dem Weg zur U-Bahn. Die fand Addis im übrigen sehr faszinierend, eine Eisenbahn, die nicht nur relativ schnell, sondern vor allem unter der Erde fuhr - dies alles hatte er in Filmen schon einmal gesehen, aber dies selbst zu erleben, war wesentlich attraktiver und aufregender.

In dem Waggon saß ihm ein Junge in seinem Alter gegenüber, der traurig drein schaute. Er hielt ein weißes Stück Papier in den Händen, und Addis konnte erkennen, dass es sich dabei um ein Zeugnis handelte. Der Junge schaute einen Moment hoch, und Addis lächelte ihn an und schenkte ihm seinen liebsten Knopf, mit dem er schon so viele Beye-Spiele gewonnen hatte.

So geht`s weiter:

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©  by Sandra Ebermann; 2000-2002

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